Herr Hager
Lehrer für Geschichte, Philosophie und Deutsch als Zweitsprache
 
 

Wörterbuch

für die Fächer Geschichte, Politik, Geographie, Philosophie, LER/Ethik/Werte & Normen

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Absolutismus

Wenn ein Fürst in seinem Staat Gesetze geben und aufheben kann, wie er will, und selbst nicht an sie gebunden ist, herrscht er absolut (uneingeschränkt). Der Absolutismus war eine Form der Alleinherrschaft im Europa des 16. bis 18. Jahrhunderts. Der französische König Ludwig XIV. (1643-1715) ist der wohl bekannteste absolutistische Herrscher.

Linktipp: Absolutismus kurz erklärt (Video)

 

Ackerbürger

Als Ackerbürger wurden im Mittelalter diejenigen Stadtbewohner bezeichnet, die ihren Unterhalt durch Landwirtschaft und Viehzucht bestritten (auch "Stadtbauern"). Ackerbürger hatten ihre Häuser in den Außenbezirken der Städte - meist in der Nähe der Stadttore. So konnten sie ihre Felder besser erreichen.

Linktipp: Eintrag Ackerbürger in mittelalter-lexikon.de

 

Atlas

Ein Atlas (Mehrzahl: Atlanten oder Atlasse) ist in der Kartographie (Kartenkunde) eine inhaltlich und thematisch geordnete Sammlung von Karten der Erde in Buchform.

Linktipp: Atlas online

 

Avatar

Ein Avatar ist eine künstliche Person. Sie ist der Stellvertreter einer echten Person, z. B. in Videospielen. In Videospielen wird der Avatar von der Spielerin bzw. dem Spieler selbst erstellt.

Linktipp: Stichwort Avatar (Internet) in wikipedia.de

 

Azteken

Die Azteken waren ein indigenes Volk, dass vom 13. bis zum 16. Jahrhundert in Mittelamerika (im Gebiet des heutigen Südmexikos) siedelte. Die Azteken entwickelten eine Hochkultur und gründeten Städte. Die heutige Metropole Mexiko-Stadt steht auf den Ruinen der aztekischen Hauptstadt Tenochtitlan.

Linktipp: Moctezumas letzte Federn (Video, ARD/SWR)

 

Ballungsraum

Ein Ballungsraum ist ein Gebiet, in dem viele Menschen auf engem Raum zusammenleben. Außerdem liegen hier Industriegebiete, Siedlungen und Verkehrswege dicht zusammen. Ein anderer Begriff ist daher auch Verdichtungsraum. Beispiele für Ballungsräume in Deutschland sind das Ruhrgebiet und der Rhein-Main-Neckar-Raum.

 

Bauer

Ein Bauer ist der Eigentümer oder Pächter eines landwirtschaftlichen Betriebs. Typische bäuerliche Tätigkeiten sind z. B. Ackerbau und Viehzucht.
Die bäuerlichen Tätigkeiten bilden die Grundlage für die Entwicklung aller Hochkulturen. Z. Z. des europäischen Mittelalters (500-1500) gehörten ca. 90% der Bevölkerung zu den unfreien Bauern. 

Linktipp: Wovon lebten die Bauern? (Videos auf planet-schule.de)

 

Bevölkerung

Als Bevölkerung bezeichnet man alle Einwohner und Einwohnerinnen eines bestimmten Gebiets, z. B. eines Dorfes (Dorfbewohner), einer Stadt (Stadtbewohner, Städter), eines Staates (Landesbevölkerung) oder der Welt/Erde (Weltbevölkerung). Der Begriff Bevölkerung umfasst also mehr Menschen als der Begriff Volk (Staatsangehörige).

Linktipp: Bevölkerung (bpb.de)

 

Bruttoinlandsprodukt (BIP)

Das Bruttoinlandsprodukt ist eine wichtige Kennzahl für die Wirtschaftskraft eines Landes. Es ist die Summe aller volkswirtschaftlichen Leistungen (Produktion und Dienstleistungen), die innerhalb eines Landes in einem Jahr erbracht werden.

Linktipp: Erklärvideo Bruttoinlandsprodukt (explainity, YT)

 

Bürger

Im alltäglichen Sprachgebrauch ist ein Bürger bzw. eine Bürgerin eine Person mit einer bestimmten Staatsangehörigkeit. Jemand der z. B. einen deutschen Personalausweis besitzt ist ein deutscher Staatsbürger.
Im Mittelalter wurden die freien und vollberechtigten, männlichen Bewohner einer Stadt als purger bezeichnet. Von diesem mittelhochdeutschen Wort leitet sich unser Wort Bürger ab. Im Mittelalter besaßen Büger bestimmte Privilegien und Rechte (z. B. Befreiung von der Heerfahrt), aber auch Pflichten (z. B. Wehrpflicht = Pflicht zur Verteidigung der Stadt).

Linktipp: Die Bewohner einer mittelalterlichen Stadt (kleio.org)

 

DDR

DDR war die offizielle Abkürzung für den Ländernamen Deutsche Demokratische Republik. Die DDR wurde am 07. Oktober 1949 gegründet und umfasste das Gebiet der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) im Osten Deutschlands. Die Hautstadt der DDR war der östliche Teil Berlins. Die DDR trat am 03. Oktober 1990 dem Geltungsgebiet des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland bei.

Linktipp: Wiebke Ziegler: Leben in der DDR (planet-wissen.de)

 

Demokratie

Das Wort Demokratie kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet "Herrschaft des Volkes" bzw. "Herrschaft der Bürger". In der D. gibt es nicht nur einen Herrscher wie z. B. in der Monachie oder der Dikaktur, sondern das ganze Volk bzw. alle Bürger (und Bürgerinnen) entscheiden in der Politik mit.
Es wird zwischen der direkten und der repräsentativen D. unterschieden. In repräsentariven Demokratien werden VertreterInnen (Abgeordnete) gewählt, die im Parlament z. B. Gesetze verabschieden.

Linktipp: Demokratie (Parlamentsbegriffe A-Z, bundestag.de)

 

Dorf

Ein Dorf ist eine ländliche Siedlungsgemeinschaft. Ein Dorf ist meist bäuerlich geprägt. Als Dorf wird auch die Gesamtheit der Dorfbewohner bezeichnet (Dorfgemeinschaft). Dörfer können ihrer Anlage nach in verschiedene Dorfformen eingeteilt werden: Angerdorf/Platzdorf, Haufendorf, Rundling/Runddorf, Straßendorf, Streusiedlung/Weiler, Waldhufendorf.

Linktipps: Lernspiel Dorfformen / Infoseite Dorfformen

 

Dreieckshandel

Als Dreieckshandel wird der vom 16. bis 19. Jahrhundert betriebene Sklavenhandel über den Atlantischen Ozean bezeichnet. Europäische Handelsgesellschaften verschifften (billige) Waren wie Stoffe, Waffen, Stahl- und Bronzebarren, Glasschmuck, Alkohol usw. an die afrikanische Ostküste um sie gegen Sklaven einzutaschen.

Die Sklaven wurde daraufhin in die Karibik verschifft, um auf den dortigen Plantagen Zwangsarbeit zu leisten. Die Plantagenerzeugnisse (v. a. Rohrzucker und Baumwolle) wurden nach Europa verschifft, um sie gewinnbringend zu verkaufen.

Linktipp: Gregor Delvaux de Fenffe: Sklaven für Amerika (planet-wissen.de)

 

Entwicklungsland

Als Entwicklungsland wird ein Land bezeichnet, das im Vergleich zu einem Industrieland weniger entwickelt ist. Typische Merkmale von Entwicklungsländern sind: wenig Industrie, ungenügende Nahrungsmittelversorgung, geringe Lebenserwartung, hohes Bevölkerungswachstum, hohe Anzahl von Analphabeten (Menschen, die nicht lesen und schreiben können).

Linktipp: Stichwort Entwicklungsland (bmz.de)

 

Freund/Freundin

Als Freund bzw. Freundin bezeichnet man eine Person, die einer anderen Person in Freundschaft verbunden ist, ihr also nahe steht und z. B. gleiche Interessen, Ansichten und Hobbys hat.

Damit kann aber auch eine Person gemeint sein, die mit einer anderen Person eine partnerschaftliche oder sexuelle Beziehung hat und z. B. mit ihr zusammenlebt.

Linktipp: Aristoteles - Was ist ein echter Freund? (Lern-Video)

 

Generalstände

Als Generalstände wird die Zusammenkunft der Vertreter der Geistlichen (Erster Stand), des Adels (Zweiter Stand) und des Dritten Standes im absolutistischen Frankreich bezeichnet. Sie hatte vor allem beratende Funktion, dienten dem König aber auch zur Bestätigung von Staatsverträgen und der Steuererhebung.

Linktipp: Einberufung der Generalstände 1788/89 (kinderzeitmaschine.de)

 

Gerber

Gerber ist ein Handwerksberuf mit einer langen Tradition. Bereits in der Steinzeit stellten die Menschen aus Tierhäuten und -fellen Kleidungsstücke und Gebrauchsgegenstände her. Im Mittelalter entstanden in vielen Städten Gerbereien und Lederwerkstätten. Aufgrund der mit diesem Handwerk verbundenen Geruchsbelästigung und dem Wasserbedarf lagen die Produktionsstätten meist am Stadtrand flussabwärts.

Linktipp: Steckbrief Gerber/in (berufenet.arbeitsagentur.de)

 

Grundbedürfnisse

Zu den Grundbedürfnissen des Menschen zählen Nahrung (Essen und Trinken), Unterkunft und Kleidung. Ohne die Befriedigung dieser notwendigen Bedürfnisse ist der Mensch nicht überlebensfähig.

Linktipp: Maslowsche Bedürfnispyramide (lpp-bw.de)

 

Grundherrschaft

Vom Beginn des Mittelalters (ab ca. 500) bis zur sogenannten Bauernbefreiung im 18. und 19. Jahrhundert bestand in Europa die Grundherrschaft:

Der Eigentümer des Bodens (=Grundherr) war auch Herr über dessen Bewohner, meist Bauern. Der Grundherr verlangte Abgaben (z. B. Lebensmittel oder Geld) und Dienste (Arbeit). Als Gegenleistung bot er Schutz und sprach in Streitfällen Recht.

Linktipp: Grundherrschaft (Online-Aufgaben auf unterrichten.zum.de)

 

Hochkultur

Als Hochkultur bezeichnet man eine Gesellschaft bzw. Gemeinwesen, das in seiner Zeit und in seinem geographischen Raum besonders weit entwickelt war. Als Kennzeichen einer Hochkultur gelten u. a. eine intensive Landwirtschaft und Viehzucht, die Arbeitsteilung, die Entwicklung einer Schrift und Mathematik. Antike Hochkulturen waren z. B. die Babylon, Ägypten und und Griechenland.

Linktipp: Stichwort Hochkultur (Klexikon)

 

Hormone

Als Hormone (von gr. hormãn = in Bewegung setzen, antreiben) bezeichnet man Botenstoffe des Körpers. Sie werden in Drüsen von spezialiserten Zellen hergestellt und abgegeben. Durch das Blut werden die Hormone im Körper verteilt. Wenn die Hormone an den Empfangsorganen angekommen sind, lösen sie bestimmte Wirkungen aus und regulieren körperliche Abläufe.

Zu den Hormonen gehört z. B. Insulin, Adrenalin und Oxytocin.

Linktipp: Was sind Hormone? (Was ist was?)

 

Human Development Index (HDI)

Der Human Development Index (HDI, Index der menschlichen Entwicklung) gibt den Entwicklungsstand eines Staates an. Der HDI setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen: Lebenserwartungs-Index, Bildungs-Index und Einkommens-Index.

Linktipp: Human Development Index (HDI) (bpb.de)

 

Humanisten

Die Humanisten (lat. humanus = Mensch) waren v. a. im 15. und 16. Jahrhundert Denker, die sich mit dem Thema Menschlichkeit (humanitas, auch Höflichkeit, Bildung) beschäftigten. Zur Menschlichkeit gehört nach ihrer Ansicht die gegenseitige Achtung, Friedlichkeit, Freiheit und die Entfaltung der Persönlichkeit durch Bildung.

Linktipp: Giordano-Bruno-Stiftung (gbs)

 

Industrieland / Industriestaat

Ein Industrieland ist ein Land (=Staat), das sehr weit entwickelt ist. Im Unterschied zum Entwicklungsland sind in einem Industrieland die Grundbedürfnisse der meisten Menschen erfüllt.

Linktipp: Stichwort Industriestaat (Das junge Politik-Lexikon, bpb.de)

 

Inka

Die Inka waren ein indigenes Volk, dass vom 13. bis zum 16. Jahrhundert in Südamerika im Gebiet des heutigen Peru und Chile siedelte. Die Inka bauten Städte und entwickelten eine Hochkultur. Bedeutende Inka-Städte waren z. B. Cusco (Hauptstadt des Inka-Reiches) und Machu Picchu.

Linktipp: Julia Großmann: Machu Picchu - das Weltwunder in den Anden von Peru (geo.de)

 

Klima

Als Klima bezeichnet man den für ein bestimmtes geografisches Gebiet typischen, über längere Zeit beobachteten Ablauf der Witterung.

Linktipp: Stichwort Klima (Das junges Politik-Lexikon, bpb.de)

 

Klimawandel

Als Klimawandel wird die weltweite Veränderung des Klimas bezeichnet. Er ist durch die weltweite Veränderung der Klimaelemente wie z. B. der Temperatur, der Niederschläge und des Windes wissenschaftlich nachweisbar. Der Klimawandel hat natürliche und durch den Menschen hervorgerufene Ursachen.

Linktipp: Spezial Klimawandel (planet-schule.de)

 

Kolonie

Eine Kolonie ist ein durch einen Staat ("Mutterland") unterworfenes, wirtschaftlich ausgebeutetes Gebiet, besonders in Übersee, das in politischer Abhängigkeit gehalten wird. Ab dem 16. Jahrhundert machten zahlreiche europäische Staaten Gebiete auf der ganzen Welt zu Kolonien.

Linktipp: Die Kolonie Deutsch-Südwestafrika (dhm.de)

 

Konqiustador

Die Konquistadoren waren die spanischen und portugiesischen Eroberer (span. conquistar = erobern) in Mittel- und Südamerika im 16. Jahrhundert. Mit ihren brutalen Feldzügen begann die Ausbeutung und Vernichtung der einheimischen Bevölkerung durch die Europäer auf dem amerikanischen Doppelkintinent.

Linktipp: Wie kam es zum Untergang der indigenen Völker Mexikos? (Terra X/YT)

 

Maya

Die Maya waren eine Gruppe indigener Völker in Mittelamerika. Die Maya hatten eine gemeinsame Sprache, gliederten sich aber in insgesamt 18 Stämme (ca. 3 Mio. Menschen) auf. Sie siedelten auf der Halbinsel Yukatan, die heute zu Mexiko gehört, und an der Ostküste Guatemalas. Die Blütezeit der Maya-Hochkultur war im 9. und 10 Jahrhundert.

Linktipp: Naachtun - Verborgene Stadt der Mayas (YT-Video/arte)

 

Menschenrechte

Die Menschenrechte sind die Rechte, die jedem Menschen zustehen. Das sind z. B. das Recht auf Leben, die Unverletzlichkeit der Person, die Freiheit, das Eigentum und die Religionsausübung.

Zu den wichtigsten Dokumenten in der Geschichte der Menschenrechte zählt die "Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte", die die franzöische Nationalversammlung am 26. August 1789 - noch vor einer Verfassung - verabschiedete.

Linktipp: Vor 225 Jahren: Frankreichs erste Verfassung (bpb.de)

 

Merkantilismus

Der Merkantilismus war die Wirtschaftsform des Absolutismus. Seine Merkmale sind die Einfuhr von billigen Rohstoffen aus Kolonien und die Ausfuhr von teuren Fertigwaren ins Ausland.

Linktipp: Stichwort Merkantilismus (Das junge Politik-Lexikon, bpb.de)

 

Migration

Unter Migration versteht man die Wanderung einzelner Menschen oder von Menschen in Gruppen, die mit einem Wechsel des Wohnsitzes verbunden ist. Gründe für die Migration können die Suche nach einem Arbeitsplatz, aber auch die Flucht vor Hunger und Krieg sein.

Linktipp: Dossier Migration (bpb.de)

 

Milchstraße (Galaxie)

Milchstraße ist der Name des Sternenhaufens, in dem auch unser Sonnensystem liegt. Insgesamt soll es in der Milchstraße zwischen 100 und 400 Mrd. Sterne geben. Der Name leitet sich vom Erscheinungsbild am Himmel ab, dass mit bloßem Auge wie ein milchiger Streifen erscheint. Verantwortlich für Entstehung der Milchstraße soll nach dem Mythos der griechische Held Herakles sein.

Linktipp: Herakles - Kindheit und Jugend (br.de, ab 06:00)

 

Mittelalter

In Europa ging das Mittelalter von ca. 500 bis ca. 1500. Der Begriff bezeichnet also einen bestimmten Abschnitt in der Geschichte (Epoche/Zeitalter). In Europa war das Mittelalter religiös geprägt (Christentum, Islam, Judentum). Gesellschaftliche Kennzeichen des Mittelalters waren die Ständeordnung und die Grundherrschaft. Die Wirtschaft des Mittelalters beruhte auf Ackerbau, Viehzucht und Handwerk.

Linktipp: Das Mittelalter-Experiment (planet-schule.de)

 

Natur

Als Natur (lat. nature von nasci = entstehen, geboren werden) wird im Allgemeinen alles das bezeichnet, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Es kann zwischen der belebten Natur (Pflanzen und Tiere) und der unbelebten Natur (Gestein, Flüssigkeiten, Gase) unterschieden werden.

Linktipp: Stichwort Natur (klexikon.zum.de)

 

Naturereignis

Ein Naturereignis (auch: Naturphänomen) ist ein in der Natur ablaufender, ungewöhlicher, zeitlich begrenzter Vorgang, der vom Menschen nicht beeinflusst werden kann. Die Dauer eines Naturereignisses reicht von Sekundenbruchteilen (Blitz) bis zu mehreren Monaten (Trockenheit, Dürre). Weitere Nauturereignisse sind z. B. Vulkanausbrüche, Erdbeben, Wirbelstürme und Überschwemmungen.

 

Naturkatastrophe

Wenn durch Naturereignisse Menschen, Gebäude oder andere Einrichtungen (Straßen, Bahnstrecken usw.) zu Schaden kommen, spricht man von Naturkatastrophen.

 

Naturphilosophen

Als Naturphilosophen werden diejenigen Denker der griechischen Antike bezeichnet, die sich v. a. mit der Frage nach dem Ursprung und dem Aufbau aller Dinge beschäfigt haben. In der Philosophiegeschichte werden sie auch Vorsokratiker genannt, weil es sich um Philosophen handelte, die vor Sokrates lehrten. Diese Eingrenzung ist nicht ganz stimmig, da sich auch nach Sokrates Philosophen mit der Natur, ihrem Ursprung und Aufbau beschäftigt haben (z. B. Aristoteles und Epikur.

Linktipp: Atomvorstellungen in der Antike (Lern-App)

 

Ökumene (Geographie)

Als Ökumene werden die vom Menschen besiedelten Teile der Erde bezeichnet. Das Wort stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet "bewohnte Welt".

In den Teilen der Erde, die zur Ökumene (=Dauersiedlungsraum) zählen, können die Menschen dauerhaft leben, da z. B. das Klima angenehmen ist und der Boden landwirtschaftlich genutzt werden kann.

Linktipp: Stichwort Ökumene (Geografie), in: wikipedia.de

 

Opposition

Der Begriff Opposition leitet sich vom lateinischen Wort oppositio (Entgegensetzung) ab.
In einem Parlament werden diejenigen Fraktionen, die nicht an der Regierung beteiligt sind, als Opposition bezeichnet.

Die Opposition stimmt in der Regel gegen die Regierungsfraktionen und bringt eigene, opositionelle Vorschläge ein.

Linktipp: Was bedeutet Opposition? (kuppelkucker.de)

 

Ozonschicht

Die Ozonschicht ist der Bereich der Atmosphäre, in dem Ozon (O3) in hoher Konzentration vorhanden ist. Die Ozonschicht hindert einen Teil der für Lebewesen gefährlichen, ultravioletten Sonnenstrahlung (v. a. UV-B-Strahlung) an einem weiteren Eindringen in die Atmosphäre. Die Ozonschicht schützt also die Lebewesen auf der Erde vor schädlicher (krebserregender) Sonnenstrahlung.

Linktipp: Mission Ozonloch: Wie wir die Erde gerettet haben (planet-schule.de)

 

Pandemie

Als Pandemie bezeichnet man die Ausbreitung einer Krankheit über große Gebiete bzw. die ganze Erde. Der Begriff setzt sich aus zwei altgriechischen Wörtern zusammen und bedeutet wörtlich übersetzt "das genze Volk".

Linktipp: Was ist eine Pandemie? (Robert-Koch-Institut)

 

Pheromone

Das sind von Tieren und vom Menschen produzierte und abgesonderte Duftstoffe, die den Stoffwechsel und das Verhalten anderer Individuen der gleichen Art beeinflussen.

Linktipp: So beeinflussen uns Pheromone wirklich (quarks.de)

 

Propaganda

Propaganda (vom lateinischen Tunwort propagare = verbreiten/ausbreiten) ist die schriftliche, mündliche oder bildliche Verbreitung politischer Ideen mit dem Ziel, Andere von diesen Ideen zu überzeugen. Bei Propaganda geht es also nicht um die Verbreitung von Informationen oder Wissen, sondern um gezielte Beeinflussung. Dies wird häufig mit den Mitteln der Überteibung, Vereinfachung oder Falschinformation getan.

In autoritären und diktatorischen Staaten ist Propaganda allgegenwärtig und dienst der Kontrolle und Unterdrückung der Bevölkerung.

Linktipp: Die NS-Propaganda (dhm.de)

 

Pubertät

Die Pubertät ist die Lebensphase zwischen der Kindheit und dem Erwachsenenalter. In dieser Zeit findet bei Jugendlichen eine körperliche und gesitige Veränderung statt. Ursache für diese Veränderung ist eine hormonelle Umstellung. Sie führt auch zu einer Veränderung der Verhaltensweisen und Interessen.

Linktipp: Pubertät - die wilden Jahre (planet-wissen.de, WDR)

 

Quelle (Geschichte)

Eine Quelle ist eine Überlieferung, aus der wir Kenntnisse über die Vergangenheit gewinnen können. Im engeren (meist in der Schule verwendeten) Sinn sind das schrifrliche Überbleibsel wie Inschriften, Urkunden, Akten, Briefe, Bücher usw. Im weiteren Sinn zählen zu den Quellen aber auch archäologische Funde und andere Gegenstände wie Bauten, Alltagsgegenstände, Fotos, Kunstwerke usw.

Linktipp: Was sind historische Quellen? (Lern-Video)

 

Rechtsextremismus

Der Rechtsextremismus ist eine politische Ideologie, die sich am Faschismus und Nationalsozialismus orientiert.

Rechtsextremisten verachten alle Menschen, die nicht zu "ihrem Volk" oder "ihrer Rasse" gehören. Rechtsextremisten lehnen politisch Andersdenkende und die Demoktraie ab. Rechtsextreme wenden Gewalt an, um ihre politischen Ziele zu erreichen. Rechtsextreme werden oft auch als "Nazis" bzw. "Neo-Nazis" bezeichnet.

Linktipp: fluter Nr. 42, Nazis

 

Renaissance

Die Renaissance war ein Kunststil, der sich ab dem 15. Jahrhundert von Italien aus in Mittel- und Westeuropa verberitete. Er findet sich in der Malerei, der Architektur (Baukunst), Dichtung und Musik. Die Renaissance verstand sich als Wiederbelebung klassisch-antiker Formen. In der Architektur ist dies v. a. durch Säulenfassaden sowie Hallen- und Kuppelbauten zu erkennen. Eines der berühmtesten Renaissance-Bauwerke ist der Petersdom in Rom.

Linktipp: virtuelle Tour durch den Petersdom (vatican.va)

 

Resozialisierung

Der Begriff Resozialisierung setzt sich aus der Vorsilbe re- (=wieder) und dem Wort Sozialisierung (=Vergesellschaftung) zusammen. Menschen, die straffällig geworden sind, sollen mit Hilfe verschiedener Maßnahmen und Unterstützungsangebote nach Verbüßung ihrer Haftstrafe wieder in die Gesellschaft eingeliedert werden können.

Linktipp: Nach Wriezen (Film, 2012)

 

Sanktion

Das Wort Sanktion leitet sich vom lateinischen Wort sanctio (Heilung, Billigung) ab.
Im politischen Zusammenhang ist eine Sanktion eine von der UNO verhängte Maßnahme (meist Strafe) gegen einen Staat, der das Völkerrecht verletzt hat. Der Staat soll damit dazu gebracht werden, das Völkerrecht (Menschenrechte, internationale Verträge) wieder zu beachten.

 

Schöpfung (Christentum)

Mit der Schöpfung - der Erschaffung der Welt - beginnt die Bibel (auch Heilige Schrift genannt). Die Erzählung findet sich im 1. Buch Mose (Genesis), Kapitel 1, Vers 1-31 und Kapitel 2, Vers 1-4.

In ihr wird die Erschaffung alles Unbelebten (z. B. Himmel, Erde, Licht) und Belebten (Pflanzen, Tiere, Menschen) beschrieben.

Aus naturwissenschaftlicher Sicht ist die Erzählung nicht haltbar und wurde spätestens durch die Forschungen und Veröffentlichungen Charles Darwins (Evolution) widerlegt.

Linktipp: Die Schöpfung (Hörfassung, vorgetragen von Rufus Beck)

 

Schwellenland

Als Schwellenland bezeichnet man ein Land, das sich im Übergang (auf der "Schwelle") vom Entwicklungsland zum Industrieland befindet.

Linktipp: Stichwort Schwellenland (bmz.de)

 

Sklave

Ein Sklave bzw. eine Sklavin ist ein Menschen, der einem anderen Menschen gehört. Der Besitzer eines Sklaven bzw. einer Sklavin wird als Herr bzw. Herrin bezeichnet.

Sklaven werden von ihren Besitzern als Eigentum wie Sachen behandelt. Sklaven werden jegliche Rechte (Menschenrechte) vorenthalten und müssen tun, was ihre Herren ihnen befehlen. Meist müssen Sklaven für ihre Herren arbeiten und werden dafür nur mangelhafte versorgt.

Linktipp: Solomon Northup: Twelve Years A Slave (engl.)

 
Sklaverei

Die Sklaverei ist ein menschenrechtsverachtendes, ausbeuterisches Wirtschaftssystem, dass es bereits seit der Antike - vermutlich auch schon vorher - gibt. Die Sklaverei besteht in der rücksichtslosen Ausbeutung der Arbeitskraft von Menschen, die als Gefangene ihrer Menschenrechte beraubt ohne Lohn und meist bei mangelhafter Versorgung arbeiten müssen, um den Wohlstand ihrer Besitzer zu gewährleisten.

Auch wenn die Sklaverei 1948 von den Vereinten Nationen (AERM, Art. 4) als Verbrechen gegen die Menschlichkeit geächtet und unter Strafe gestellt wurde, müssen auch heute noch Millionen von Menschen als Sklaven arbeiten.

Linktipp: Gregor Delvaux de Fenffe: Moderne Sklaverei (planet-wissen.de)

 

Ständegesellschaft

Die Gesellschaft Europas war vom Mittelalter (500-1500) bis zur Französischen Revolution (1789) in mehrere Stände gegliedert. Stände sind gesellschaftliche Gruppen, die durch Vorrechte oder Benachteiligungen klar voneinander abgetrennt sind.

Linktipp: Ständegesellschaft im Mittelalter (br.de)

 

Stasi

Stasi ist die umgangssprachliche geläufige Bezeichnung für das 1950 gegründete Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR bzw. für die Mitarbeier des MfS. Das MfS war ein Geheimdienst und eine Geheimpolizei mit dem Auftrag innere und äußere "Feinde des Sozialismus" zu bekämpfen. Das MfS wurde seit 1957 von Erich Mielke geleitet. Es wurde im Frühjahr 1990 aufgelöst.

Linktipp: Was war die Stasi? (BStU)

 

Vereinte Nationen

Die Organisation der Vereinten Nationen (United Nations Organisation, UNO) ist ein Zusammenschluss von ungefähr 190 Staaten. Sie wurde am 26. Juni 1945 mit den Zielen gegründet, den Frieden auf der Welt zu bewahren und die internationale Zusammenarbeit zu fördern. Die Organisation hat ihren Hauptsitz in New York City (USA).

Linktipp: Die Vereinten Nationen (Infografiken, bpb.de)

 

Verfassung

Eine Verfassung ist die rechtliche Grundordnung eines Staates. Sie hat Vorrang vor allen anderen Gesetzen und Verordungen.

Die Verfassung für die Bundesrepublik Deutschland heißt Grundgesetz.

Linktipp: Das Grundgesetz (bundestag.de)

 

Weib

Das Wort Weib ist eine inzwischen veraltete Bezeichnung für eine verheiratete Frau (=Ehefrau). In älteren Texten (z. B. schriftlichen Quellen) wird das Wort meist in diesem Sinne verwendet (siehe Schöpfung, in: Lutherbibel, bestimmte Ausgaben).

 Heute wird die Verwendung des Wortes Weib als diskriminierend bzw. beleidigend empfunden (unangenehme weibliche Person).

Linktipp: Laurie Stührenberg - Vom "Weib" zur "Frau" (blog.rotkel.de)

 

Zeitung

Eine Zeitung ist eine regelmäßig erscheinende Druckschrift mit Nachrichten, Berichten und vielfältigem anderem aktuellem Inhalt. Sie ist meist nicht gebunden oder geheftet und kann in Supermärkten, Zeitungsläden, an Kiosken oder bei Zeitungsverkäufern gekauft werden.

Zeitungen können z. B. nach ihrer Erscheinungsweise (Tageszeitung, Wochenzeitung, Sonntagszeitung) oder Verbreitung (Lokalzeitung, Reginalzeitung, überregionale Zeitung) unterschieden werden. Der Aufmachung nach kann auch zwischen Qualitätszeitung (längere Artikel, gehobene Sprache, nüchterne Gestaltung) und Boulevardzeitung (kürzere Artikel, einfache bis reißerische Sprache, auffällige Gestaltung) unterschieden werden.

Linktipp: schuelerzeitung.de - Kein Blatt vorm Mund